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Donnerstag, Juli 25

Tour-Übersicht

Tour-Dauer: 19.5. – 31.5.2016 (12 Tage)

Wegstrecke/Etappenziele: Stein am Rhein – Avenches – Gruyères – Brig – Simplonpass – Pettenasco – Locarno – Gotthard – Zürich – Stein am Rhein.

Gefahrene Kilometer: 844

Frequentierte Camping-/Stellplätze: Camping Port Plage (Avenches, CH), Geschina, (Brig, CH), Camping Royal (Pettenasco, IT)

Einleitung

Von unserem Wohnort nahe Stein am Rhein ging es auf unserer ersten Tour mit dem Camper nach Avenches und von dort über Gruyere und das Rhonetal bis Brig. Nach Brig überquerten wir den Simplon-Pass auf unserem Weg zu unserem eigentlichen Ziel der Reise, dem Lago d’Orta. Nach vier Tagen in Pettenasco oberhalb des Ortasees führte uns unsere Reise entlang dem Lago Maggiore via Locarno und Gotthard wieder zurück nach Hause.

Neben den Sehenswürdigkeiten entlang unserer Route ging es bei dieser ersten Tour auch darum, uns mit unserem neuen mobilen Zuhause anzufreunden. Dazu später mehr. Widmen wir uns zuerst einmal der Reise selbst.

1. – 3. Tag – Nach Avanches beim Murtensee

Unseren ersten Zwischenhalt machten wir jenseits der Sprachgrenze auf dem „Camping Port Plage“ nahe dem Städtchen Avenches. Am westlichen Ende des Murtensees gelegen, befinden sich die Stellplätze für durchreisende Wohnmobile direkt beim Bootssteg mit freier Sicht auf den See. Avenches war schon zur Römerzeit als Aventicum besiedelt. Diverse Ausgrabungen wie das Amphitheater mit angrenzendem Museum zeugen von dieser Zeit. Daneben hat das Städtchen seinen mittelalterlichen Charme bewahrt. Besonders die blumengeschmückten Häuser haben es uns angetan. Schade ist nur, dass die Hauptgasse quer durch den Ort für den Verkehr freigegeben ist. Zahlreiche Parkplätze verhindern den freien Blick auf die teils sehr schön restaurierten historischen Gebäude. Eventuell hätte man dem Beispiel der nahe gelegenen Stadt Murten, der Namensgeberin des Sees, folgen sollen. Dort wurden Fahrzeuge aus dem historischen Zentrum verbannt, was es sowohl für die Besucher wie auch das lokale Gewerbe um einiges attraktiver macht. Zum Glück hat der Himmel etwas aufgetan. So konnten wir die in der nahe gelegenen Pizzeria gekaufte Pizza Romana auf den Stufen des Amphitheaters bei etwas Sonnenschein geniessen.

 

Leider war es an den ersten beiden Tagen recht kühl und regnerisch. So waren wir gefordert, uns intensiv mit der Truma-Heizung zu befassen. Nach intensivem Studium der Bedienungsanleitung zur CP-Plus und mehreren Versuchen nach dem „Try & Error Prinzip“ ist es uns gelungen, die Heizung, einer Truma-Combi E, zum gasschonenden Heizen des Fahrzeuginneren zu motivieren.

 

4. – 6. Tag – Über Gruyere ins Wallis

Auf unserem Weg ins Wallis, nun bei strahlendem Sonnenschein, machten wir einen Zwischenstopp in Gruyere. Nach dieser Ortschaft, das auf einem sanften Hügel mit Blick auf die umliegenden Täler sowie im Südosten auf die Walliser-Alpen liegt, ist auch ein aromatischer Schweizer Hartkäse benannt. Alles sehr touristisch und trotzdem einen Besuch wert. Zu den lokalen Spezialitäten gehören das Moite-Moite-Fondue (Käsemischung aus Gruyere- und Vacherin-Käse) und ein Dessert aus Meringe mit Doppelrahm (siehe Bild). Man kann den Gruyere, damit ist jetzt der Käse gemeint, in einem der Läden im Zentrum des Örtchens oder in der grossen Schaukäserei unterhalb (unsere Empfehlung, da preislich attraktiver) kaufen. Wir brauchten mit Mittagessen gut drei Stunden für den Zwischenhalt in Gruyere. Auf dem ersten und untersten der drei Besucherparkplätze dürfen Camper kostenlos parkieren. Campieren über Nacht ist allerdings nicht erlaubt, was schade ist, denn Platz hätte es genug. Und wer möchte seine Verdauung schon beim Mittagessen mit einem gehaltvollen Fondue belasten? Wir vermuten als einen der Gründe den nahe gelegenen Campingplatz mit Besucherstellplätzen.

 

Via Bulle (Büll gesprochen) wieder zurück auf die Autobahn zuerst in Richtung Lausanne / Vevey, dann immer dem Wegweiser zum Simplonpass folgend kamen wir am späten Nachmittag in Brig an. Oberhalb und in Gehdistanz zum alten Stadtkern von Brig verbrachten wir eine Nacht auf dem Geschina-Campingplatz. Alternativ dazu hätten wir auch weiterfahren und auf dem Parkplatz vor dem Hospiz auf dem Simplonpass übernachten können. Leider hatten wir noch immer unsere liebe Müh mit der Bedienung der Heizung. Das Benutzerhandbuch sowohl zum LMC als auch zum Bedienelement des CP-Plus lassen viel Interpretationsspielraum. Beachten sollte man auch, dass um diese Jahreszeit auf der Passhöhe von gut 2000m/ü.M. in der Nacht noch Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt keine Seltenheit sind.

 

7. – 12. Tag – Über den Simplon an den Lago d’Orta

Bei gutem Wetter gibt die Simplon-Passstrasse eine Sicht weit in das Rhonetal und die teils noch schneebedeckten Berge frei. Runter ging es dann durch den den Grenzort Gondo, welcher immer wieder von Fellstürtzen der steil flankierenden Berge heimgesucht wird, nach Domodossola. Aber Achtung auf die Bremsen. Der Simplonpass weist bis Gondo meist ein starkes Gefälle auf. In Gondo für einen Kaffee oder um aufzutanken anzuhalten, verschafft Bremsen und Gemütern vor der Weiterreise in Richtung Domodossola / Milano einen willkommene Abkühlung.

 

Domodossola kannten wir schon aus früheren Besuchen. Uns haben es vor allem die schmucke, wenn auch sehr kleine Altstadt sowie die gute italienische Küche zu fairen Preis angetan. Parkieren konnten wir unseren 7-Meter-Camper zirka 500 Meter vom Stadtkern in einer Seitenstrasse. Direkt im Zentrum war leider für uns Camper weder etwas vorgesehen oder zumindest für uns nichts brauchbares frei.

Noch einer weiteren Stunde Fahrzeit war unser eigentliches Ziel, der Lago d’Orta, erreicht. Der Camping Royal befindet sich etwas oberhalb des Sees zwischen Pettenasco und Pratolungo unweit der in südlicher Richtung liegenden Ortschaft Orta. Mit dem mit E-Bike (wegen der starken Steigung hinauf zum Camping empfohlen) sind es in etwa 25 Minuten. Für uns noch immer nicht nachvollziehbar ist, warum uns das Navi (Zenec Z-E3726) noch auf Seehöhe schon einen Weiler früher über eine steile Bergstrasse hinauf nach Agrano und durch das verwinkelte Pratolungo (Folge: ein verkratzter rechter Seitenspiegel) zum Campingplatz geleitet hat, statt uns weiter dem See entlang nach Pettenasco und von hier aus über eine vernünftig ausgebaute Bergestrasse hinauf zum Campingplatz zu führen.

Zwei Sonnentagen folgten drei mit teils intensiven Regenfällen. Bevor wir weiter in Richtung Locarno fahren konnten, mussten Vorzeltteppich gereinigt, Campingstühle, Tisch und Fahrräder getrocknet werden. So robust der Vorzeltteppich „Isabella Carpet Regular“ auch sein mag, einmal verdreckt, dauert es, bis er wieder einigermassen gereinigt ist. Worauf sich das Argument „Pflegeleicht“ auch immer beziehen mag. Auf barer Erde ausgelegt, füllt sich bei Regen jede Wabe mit Dreck.

Von Pettenasco ging es zurück via Cannobio entlang dem Lago Maggiore nach Locarno. Besonders die italienischen Seite des Sees hat in sich. Die stark befahrene Strasse ist sehr kurvig und innerorts gerade breit genug, dass sich zwei Fiat Cinquecento kreuzen können. Als Fahrer bekommt daher leider nur wenig von See und Landschaft mit. Wer es nicht eilig hat, könnte zum Beispiel einen weiteren Zwischenhalt auf dem sehr schönen Campingplatz bei Cannobio (Sonntag ist Markttag) einplanen. Leider hatten wir Termine, die auf uns warteten. So fuhren wie erwähnt nach Locarno und von dort weiter durch den Gotthard zurück nach hause.

 

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