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Umweltplaketten für Wohnmobile

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Allgemeine Infos zur Umweltplakette und Green-Zones-App

Gesetzliche Einfahrverbote und die Einführung von neuen Umweltplaketten nehmen in Europa zu. Daraus ergeben sich nationale Vorschriften und Regelungen, die dann entweder regional oder national in den entsprechenden Ländern der EU umgesetzt werden, bzw. in den Städten und Gemeinden durch komplizierte nationale oder lokale Sonderregeln oder Ausnahmeregelungen angewendet werden.

Green-Zones zeigt deswegen dem wirtschaftlichen und dem touristischen Autoverkehr (dazu gehören auch Camper) in Europa Wege auf, welche Umweltzonen in welchen Ländern eingerichtet werden, welche regionalen Regelungen und Ausnahmen gültig sind und welche jeweiligen Umweltplaketten- und Vignetten zur Einfahrt erforderlich sind, bzw. käuflich bei uns erworben werden können, damit nicht teilweise extrem hohe Geldstrafen beim unberechtigten Befahren von Umweltzonen gezahlt werden müssen.

Wird zum Beispiel auf dem Stadtgebiet von Strassburg „Feinstaub-Alarm“ ausgerufen, entscheidet die Farbe der Plakette, ob das Fahrzeug überhaupt noch auf die Straße darf. Wer sich nicht daran hält, muss mit Strafen zwischen 35 und 375 Euro rechnen.

Über die aktuelle Verkehrs- und Luftlage gibt die Green-Zonen-App für verschiedene europäische Länder bzw. Regionen tagesaktuell Auskunft. Über diese App können bei Bedarf auch die Umweltplaketten für aktuell (Stand: 1.11.2017) Deutschland, Frankreich, Österreich und Dänemark online bestellt werden.

Weiter gilt zu beachten, dass in den meisten europäischen Ländern inklusive der Schweiz folgende Regelung gilt: Wohnmobile unter 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht werden als Pkw eingestuft, Wohnmobile über 3,5 Tonnen gelten als LKW.

Es empfiehlt sich also, sich schon bei der Planung einer Tour  über die Umweltzonen im entsprechenden Land zu informieren und bei Bedarf die Plakette rechtzeitig zu bestellen.

Weitere Umweltzonen in Europa ab 2017 (Quelle: Promobil)

Belgien: Umweltzone in Antwerpen und Brüssel

In der flämischen Stadt Antwerpen besteht seit 1. Februar 2017 eine LEZ-Umweltzone. Die gesamt Innenstadt liegt in dieser Zone, sowie ein Teil des Stadtviertels Lineroever. Der Antwerpener Autobahnring R1 ist jedoch davon ausgeschlossen.

Die Umweltzone in Antwerpen ist ausgeschildert und gilt das ganze Jahr. Nur Fahrzeuge, die die Abgasnorm einhalten oder eine vorübergehende, kostenpflichtige Zulassung haben, dürfen in diese Zone fahren. Betroffen sind im ersten Schritt Dieselfahrzeuge der Euronorm 3 (ohne Rußpartikelfilter) und älter.

Besucher aus dem Ausland können vor einer Reise nach Antwerpen ihr Fahrzeug online registrieren unter: lez.antwerpen.be. Die Registrierung ist gebührenfrei und kann bis 24 Stunden nach dem Hineinfahren in die Umweltzone erfolgen. Für den Vorgang benötigt man den und das COC Zertifikat mit EG-Übereinstimmungsbescheinigung. Diese Bescheinigung erhält man entweder beim Fahrzeugkauf oder kann sie beim Autohersteller anfordern. Nur registrierte Fahrzeuge können von den Kameras, die in der Umweltzone aufgestellt sind, mit dem Nummernschild abgleichen.

Fahrzeuge, die die Auflagen nicht erfüllen, können maximal acht Mal im Jahr gegen Erwerb einer Tagesskarte in die Umweltzone fahren. Die Karte ist ebenfalls auf der Website oder an Parkscheinautomaten vor Ort erhältlich.

Wer die LEZ-Zone ohne Sonderzulassung oder Registrierung befährt, dem droht ab dem Jahr 2018 eine Geldstrafe von 150 Euro. Ausgenommen von der Regelung sind Motorräder. Für Oldtimer, die älter als 40 Jahre sind, kann man eine vorübergehende Zulassung anfordern.

In Brüssel und Umgebung soll ab dem 1. Januar 2018 eine Umweltzone eingeführt werden.

Grossbritannien: Umweltzone LEZ in der Region um London

Auch in London gibt es jetzt eine Umweltzone. Zusätzlich zur Stau-Zonen-Gebühr müssen Autofahrer in London jetzt noch eine Umwelt-Gebühr bezahlen. Die Low Emission Zone (LEZ) umfasst den Großraum von London, darunter auch Teile der M1 und M4. Ausgenommen von der LEZ sind Fahrzeuge unter einem Gewicht von 1,205 Tonnen.

Vor der Einfahrt in eine LEZ muss das Fahrzeug online registriert werden. Die Zonen werden von Kameras überwacht. Darüber hinaus muss die geforderte Abgasnorm erfüllt werden. Die Gebühr richtet sich nach dem Fahrzeugtyp. Für ein Wohnmobil zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen beträgt sie 100 Pfund für 24 Stunden.

Weitere Infos unter: tfl.gov.uk/modes/driving/low-emission-zone/about-the-lez?

Italien: Verkehrseinschränkungen in Städten

In Italien gibt es mehrere sogenannte „zona traffico limitato“ (ZTL) in verschiedneen Städten wie Bologna, Florenz, Genua, Mailand, Neapel, Pisa, Rom und Verona. Diese Zonen sollen Stau und Umweltverschmutzung vermeiden und sind mit einem Fahrverbotsschild gekennzeichnet.

Die Regelung variiert je nach Region. In Mailand muss im Historischen Stadtzentrum ein Umweltpass unter der Woche tagsüber gekauft werden (comune.milano.it). In Bologna müssen Fahrzeuge ein Umwelt-Ticket für die verkehrsbeschränkte Zone ZTL erwerben, wenn sie zwischen 7 und 20 Uhr dort hineinfahren (comune.bologna.it). In Südtirol gibt es in Brixen und Bozen von Montag bis Freitag stundenweise für viele Fahrzeuge ein Fahrverbot.

Wichtige Links zum Thema

Nachfolgend noch eine Übersichtsliste mit länderrelevanten und weiteren Links zum Thema:

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